von dipl. RTA Gabriele Wagner |
(created: created Jun 25 1997 public version: Aug 25 1997) |
| Als wichtigstes nuklearmedizinisches in-vivo
Meßgerät werden mit ihr die meisten Patientenuntersuchungen
durchgeführt.
Der Meßkopf der Gammakamera besteht aus
6.2.1 Kollimatora) Aufbau und Aufgabe |
Kollimatoren dienen der Lenkung des Strahlenganges. Nur Gamma-Quanten mit einer bestimmten Richtung und Energie, die für die Bildgebung wichtig sind, dürfen durchgelassen werden und den Detektor erreichen. Kollimatoren sind mit Bohrungen versehen, die Wände dazwischen werden als Septen bezeichnet. Ihre Stärke muß der Energie des verwendeten Radionuklid angepaßt sein, um eine mangelnde Absorption (Septenpenetration) von gestreuten Photonen zu verhindern.
b) Eigenschaften
Empfindlichkeit und Auflösevermögen
Die Empfindlichkeit ist ein Maß für die Anzahl der Gamma-Quanten, die den Kollimator durchdringen können. Diese ist abhängig von der Größe der Bohrlöcher und der Anzahl der Septen. Das Auflösungsvermögen ist charakterisiert durch die Abbildungsschärfe. Sie steigt mit sinkendem Abstand zur Quelle, großer Septenlänge und geringer Bohrlochgröße. Empfindlichkeit und Auflösevermögen sind also immer im Zusammenhang zu sehen: Eine höhere Auflösung bedingt eine Verringerung der Empfindlichkeit und umgekehrt.
c) Verwendung
Die Verwendung von Kollimatoren ist abhängig von der Problemstellung und den Meßbedingungen. Da das meistverwendete Nuklid Tc-99m ist mit einer Energie von 140 keV, werden für viele Routineuntersuchungen solche für niedrige Energien verwendet, die hinsichtlich Auflösung und Empfindlichkeit einen Kompromiß bieten. Perfusionsuntersuchung mit Tc-99m markierten Substanzen werden mit Low-Energy-High-Resolution (LEHR) bzw. Ultra-High Resolutions-Kollimatoren (LEUHR) durchgeführt.
Die häufigst verwendete Form des Kristalls ist der Natrium-Jodid-Kristall. Er hat die Aufgabe, einfallende Gammaquanten in Lichtquanten umzuwandeln. Auf Grund seiner hohen Empfindlichkeit ist besondere Vorsicht geboten beim Kollimatorwechsel, bei krassen Temperaturstürzen (z. B. durch geöffnete Fenster während der kalten Jahreszeit - Sprung im Kristall bzw. ein Ablösen der Photomultiplier von der Kristalloberfläche) und bei Feuchtigkeit. Die ideale Raumtemperatur beträgt im Regelfall 20°C. Der sorgsame Umgang mit der Gammakamera und ihren Bestandteilen fällt in den Aufgabenbereich der RTA.